Schorsch – Crossfit/Triathlon

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Das Sport mehr sein kann haben wir euch schon bei Lotta gezeigt, heute zeigen wir euch den anderen Part der Geschichte.

Name: Schorsch
Sportart: Triathlon, Crossfit
Homepage: www.tri-it-fit.de
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„Diese Grenzerfahrung ist seitdem ein weiterer Antrieb für meine sportliche Betätigung“

Sport und ich! Tja, ehrlich gesagt ist das eine ziemlich lange Geschichte mit überraschendem Anfang. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Sportlern habe ich Sport anfangs ziemlich gehasst. „Sport ist Mord“, wie Winston Churchill einmal gesagt haben soll, war lange mein Motto. Und nicht nur, dass ich jede Form der sportlichen Bewegung vermieden habe, ich habe auch sonst einen eher ungesunden Lebensstil gepflegt. Rock ‚n‘ Roll quasi. Naja, jedenfalls in Form von Zigaretten, Alkohol und Fast Food. Leider fand das aber nicht auf Tour statt. Und statt berühmt bin ich übergewichtig und kurzatmig geworden!
Das ist natürlich wenig überraschend, aber dadurch nicht weniger fatal. Denn, wenn man schon nach 8 bis 12 Treppenstufen außer Atem ist, sollte man etwas an seinem Lebenswandel ändern. Aber erzähl das mal einem 20-Jährigen! Jup genau. Daher haben mich auch weniger die gesundheitlichen Aspekte zum Sport gebracht. Das Aussehen hingegen schon eher. Ehrlich gesagt hab ich mich damals nämlich nicht mehr wirklich ins Schwimmbad oder so getraut. Mit 20 Kilo Übergewicht ist das auch gut nachzuvollziehen. Ich hatte aber auch irgendwann keine Lust mehr, mich zu beschweren. Besser gesagt: Ich habe mich irgendwann selbst vor die Wahl gestellt, entweder etwas an meiner Figur zu ändern oder mich einfach nicht mehr zu beschweren.
Ich habe mich glücklicherweise für eine Veränderung entschieden und damit begonnen, mich mehr zu bewegen. Natürlich bin ich nicht direkt zum super Sportler geworden. Aber ich habe angefangen, etwas Krafttraining zu machen. Liegestütze und Sit-Ups in regelmäßigen Abständen. Wenig überraschend war das nur der Anfang und musste früher oder später in ein Fitnessstudio verlegt werden. Dort wurde aus den „ersten Schwimmversuchen“ dann ein handfestes Training. Rücken, Brust, Arme, Schultern. Naiv wie ich war dachte ich, das wäre ein Allheilmittel. Dreimal die Woche Muskelaufbau ist natürlich ein guter Anfang. 20 Kilo Übergewicht bekommt man damit aber nicht weg. Und das habe ich nach einiger Zeit auch gemerkt. Also habe ich auch Ausdauertraining zum Trainingsplan hinzugefügt. Wann immer ich Zeit gefunden habe, war Rennradfahren meine Lieblingsoption. Aber vor allem habe ich tatsächlich mit dem Laufen angefangen. LAUFEN. Die von mir am meisten gehasste Sportart. Aber was die Kalorienbilanz angeht eben auch eine sehr effektive. Und was tut man nicht alles für die Figur!
Naja und was passiert, wenn man regelmäßig läuft? Man läuft länger, man läuft schneller und man merkt, dass man früher oder später ein Ziel braucht. Also hab ich mir ein Ziel gesucht und mit dem ersten Halbmarathon eine weitere Stufe erklommen. Und es hat Spaß gemacht, und das auch, weil die letzten Kilometer wirklich nicht leicht waren. Diese Grenzerfahrung ist seitdem ein weiterer Antrieb für meine sportliche Betätigung. Die Grenzen zu finden und möglicherweise zu überschreiten ist zudem ein super Wegweiser in Richtung Triathlon und Crossfit.
Radfahren und Laufen stand ja eh schon auf dem Zettel. Also musste ich nur noch etwas schwimmen gehen. Und tatsächlich habe ich dann vor zwei Jahren meinen ersten Triathlon absolviert. Ebenso ein tolles Erlebnis und weiterer Ansporn für mehr.

Ein weiterer Aspekt, der sich in dieser Zeit stark verändert hat, war die Ernährung. Mit mehr Sport und damit einem mehr und mehr gesunden Lebensstil setzt man sich automatisch mit dem „Brennstoff“ auseinander, der einem die nötige Energie für den Sport liefern soll. Wenig überraschend stellte sich Fastfood nicht als beste Option heraus und zwang mich dadurch, nach Alternativen zu suchen. Weg von Geschmacksverstärkern und Fertiggerichten begann ich, mich mit Gemüse, Milchprodukten, Ernährungskonzepten und Kalorienrechnern auseinanderzusetzen. Die erste Erkenntnis war: Wer abnehmen will, muss seine Ernährung umstellen. Natürlich ist Sport gesund und wichtig. Aber wenn man auch mit Sport mehr Kalorien zu sich nimmt als man verbraucht, ist es fast aussichtslos abzunehmen.
Die letzten zwei wichtigen Entwicklungen in meiner Beziehung zu Sport sind dann letztendlich auch nicht besonders überraschend. Zum einen habe ich, nachdem sich das im Ausdauersport so ergeben hat, auch im Kraftsport nach einem Weg zu meinen Grenzen gesucht. Gelandet bin ich bei Crossfit, ein Sport, der einen regelmäßig die eigene Fitness testen lässt. Schonungslos wird einem dabei die Leistungsgrenze aufgezeigt. Manchmal ein beschissenens, oft aber ein herrliches Gefühl. Zudem geht es im Crossfit zu einem großen Teil auch um Körperspannung, Stabi, Technik und mentale Stärke. Ein bisschen wie beim Triathlon.
Zum anderen hat diese immer innigere Beziehung natürlich auch mehr und mehr Zeit in Anspruch genommen. Warum also nicht das Studium (Geschichte) und den Sport verbinden? Richtig. Daher habe ich angefangen meine Erfahrungen und das angehäufte Wissen auf www.tri-it-fit.de an andere weiterzugeben. Allerdings geht es dabei schon lange nicht mehr nur um Sport. Vielmehr bin ich bei einem gesunden und sportlichen Lebenskonzept angekommen, das Fitness im Leben als Ziel hat. Und dazu gehört eben mehr also nur Sport. Aber ohne den Sport wäre ich nie an diesen Punkt gekommen. So gesehen hat der Sport mein Ich schon ganz schön verändert.



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