Katharina S. – Läuferin

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Wie man durch einen Umzug und die Motivation, nicht nur reinen neuen Lebensabschnitt beginnt sondern auch gleich sein Lebensstil ändern kann, erzählt euch heute Kathi.

Name: Katharina S.
Sport: Laufen
Facebookkathisteinhauer Blogwww.laufstall-laufen-lieben-lernen.blogspot.de
Instagram: @running.kathi 

Ich war süchtig nach den Schmerzen, der Anstrengung, dem Glücksmoment den man erlebt wenn man ins Ziel kommt.

Ich hab mich in meinem Körper immer wohl gefühlt. Ich hab gegessen was ich wollte, ich habe angezogen was ich wollte. Ja ich fand mich attraktiv. Warum auch nicht? Es hat sich ja nie einer beschwert.

Bis zur Hochzeit meiner Mutter. Irgendein Vogel entschloss sich an diesem Tag Fotos zu machen. Jede Menge Fotos und am liebsten von mir in meinem tiefausgeschnittenen Kleid.

Das war das erste Mal seit der 5. Klasse, dass ich auf eine Waage gestiegen bin. Damals habe ich 40 kg gewogen und war mir sicher, ich würde für immer so viel wiegen. Naja hat nicht ganz geklappt.

Erschrocken über das Mastkalb, das mich über beide Kinne hinweg auf den Fotos anstrahlte, wog ich mich also. 79 kg. Körperfettanteil geschätzt 98%.Ich schälte mich aus meinem Kleid und verbannte es in die hinterste Ecke meines Kleiderschrankes.

 Nur zwei Wochen später stand mein Umzug nach Köln an. Ein neuer Lebensabschnitt begann für mich und das nutzte ich gleich als Gelegenheit meinen Lebensstil komplett auf den Kopf zu stellen. Von nun an hieß es Obst und Gemüse statt Fast Food und Schokolade. Konsequent zog ich die Ernährungsumstellung durch. Nicht nur, dass ich mich im Fitness Studio anmeldete, ich ging sogar hin! Es purzelten die ersten Kilos und vom Ehrgeiz getrieben meldete ich mich nach ein paar Monaten bei meinem ersten Lauf an. Papa begleitete mich während des Laufs um mich zu trösten falls ich nicht durchhalte. Aber ich hielt durch und kam unendlich stolz nach 29:58 Minuten ins Ziel. Es waren bloß 5 km und die Zeit war mehr als grausam, aber das war mir egal. Ich bin zum ersten Mal 5 km am Stück gelaufen und es war einfach toll. Es folgte ein Lauf nach dem anderen. Ich war süchtig nach den Schmerzen, der Anstrengung, dem Glücksmoment den man erlebt wenn man ins Ziel kommt. Von Mal zu Mal setzte ich mir als Ziel besser zu sein als beim letzten Mal. Ich biss die Zähne zusammen und lief und ich wurde immer schneller. Ich war so stolz.

Natürlich dauerte es nicht lange, da waren mir 5 km zu wenig. Ich wollte weiter  laufen und nicht immer nur auf Asphalt. Also ließ ich mich auf die Warteliste für den P-Weg in Plettenberg setzen. 21,1 km und 540 Höhenmeter durch den Wald. Wenn ich einen Platz bekomme, laufe ich mit, wenn nicht, dann soll es eben nicht sein. Natürlich bekam ich einen Platz und ich trainierte so oft ich konnte. Als der Tag kam war ich super aufgeregt, schließlich bin ich zuvor nie so weit gelaufen.

Ich bezwang die Berge und jubelte mit den Zuschauern. Ich genoss jeden Kilometer und konnte es kaum glauben als ich im Ziel ankam. Ich hatte es geschafft. Mir liefen die Tränen übers Gesicht und ich strahlte als ich auf der Bühne, dem Ziel, ankam.

Es war nicht nur dieser Halbmarathon. Es waren die ganzen letzten Monate in denen ich mit mir selbst zu kämpfen hatte, mich verändert hatte. Ich bin selbstbewusst geworden, habe meinen Körper kennen und lieben gelernt. Jetzt wusste ich wie es sich wirklich anfühlt, sich in seinem Körper wohl zu fühlen. 20 kg hatte ich verloren und mein Kinn war Single. Nie war ich gesünder und fitter als jetzt. Einfach großartig!

Heute brauche ich für die 5 km nur noch 23 Minuten. Den P-Weg laufe ich dieses Jahr zum dritten und ganz gewiss nicht zum letzten Mal.

In diesem Leben werde ich keine Profiläuferin mehr, aber diese Leidenschaft werde ich nicht mehr loslassen. Umso unglaublicher ist es für mich, dass ich seit drei Monaten im Team der Asics Frontrunner bin. Fragt mich nicht wie ich das geschafft habe, aber es ist das größte Glück für mein kleines Läuferherz.

Laufen ist nun Teil meines Lebens und das möchte ich mit der Welt teilen, deswegen habe ich es mir als Ziel gesetzt Lauftherapeutin zu werden um anderen Menschen zu zeigen, wie wichtig es ist sich selbst zu lieben und natürlich, dass Laufen der schönste Sport der Welt ist!

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