Denny W. – Hindernisläufer

0

Was sportliche Freiheit bedeutet sagt dieser Satz „Wir werfen uns den Autoreifen über die Schultern und dann geht es einfach los und wir entscheiden spontan wie das heutige Training auszusehen hat.“, genau dies lebt Denny in seinem sportlichen Leben leben aus, aber lest selbst.

Name: Denny W.
Sportart: Hindernisläufer, Outdoorfitness
Facebook GruppeHeideMudderer (Halle/Saale)

„Was ist die wahre Grenzerfahrung im Sport? Für mich ist es das Gefühl seinen Körper zu schinden.“

Jeder kennt die Sprüche von Pumpern wie: „No Pain No Gain.“ und “ Montag – internationaler Tag für Brusttraining.“, “ Ich brauche nur die Muskeln, die mein T-Shirt spannen lassen.“ Die Liste ist unzählig lang und die Belustigung wird schnell durch Verständnislosigkeit ersetzt. Zu meinem Leid muss ich sagen habe auch ich diese stereotypischen Aussage minuziös gelebt. Aber fangen wir von Anfang an.

Ich treibe seit ich mich erinnern kann Sport. Eine sehr lange Zeit Karate, gewisse Stadtläufe kurzer Distanz, Fitnessstudio und natürlich unzählige Sportarten durch mein Sportstudium. Jedoch sollte es am 19.10.2013 eine Veränderung in meiner körperlichen Ertüchtigung geben. Mein bester Kumpel und meine Wenigkeit meldeten sich für einen Obstacle Cross Run – oder auf Deutsch: Hindernislauf mit der Garantie dreckig zu werden an. Es war der ToughMudder Event in Berlin. Seit der Anmeldung dafür war mir klar: sinnlos Gewichte stemmen reicht nicht mehr aus. Gesagt getan. Von nun an beschäftigte ich mich mit diversen Fitnesstrends wie TRX, Kettlebell, Functional Training etc…
Wenn ich an meinen ersten OCR zurückdenke hatte sich eines sehr stark in meinem Kopf manifestiert, der sportliche Grundgedanke war: Jeder kann es schaffen. Wie? Die Antwort ist simpel und zugleich kristallisiert sich dabei der Urgedanke des Sportsinns heraus: Gemeinsam mit sportlicher Fairness kommt jeder ins Ziel.

Diese Erfahrung hat mich beflügelt und nach 18km voller Erschöpfung, Dreck an jeder Stelle meines Körpers und das Siegerbier in der Hand wusste ich – von nun an bin ich süchtig nach dieser neuen Art körperlicher Grenzerfahrung. Unzählige Läufe habe ich bis jetzt bestritten. Wenn ich von meinen Läufen und den gemachten Erfahrungen spreche reagierte mein Umfeld eher mit Aussagen: Respekt aber das ist schon ein wenig krank, oder? Ich antworte dann nur: „Dann gibt es auf dieser Welt sehr viele kranke Personen“. Das ist auch der Kick dabei – für diesen Tag zu wissen, dass man seine Leidenschaft mit unzähligen Verbündeten teil.

Aber ich möchte noch zu meiner anfänglichen Bemerkung zurückkommen. Was ist die wahre Grenzerfahrung im Sport? Für mich ist es das Gefühl seinen Körper zu schinden. Das Training am See mit meinen Gleichgesinnten. Zu wissen am Sonntag um Punkt 10 Uhr treffe ich auf Gleichgesinnte. Wir werfen uns den Autoreifen über die Schultern und dann geht es einfach los und wir entscheiden spontan wie das heutige Training auszusehen hat. Egal wie hart und anstrengend es auch ist und wohl möglich noch werden wird, Motivation pur ist – zu wissen man hat sich aus dem Bett gequält, selbst beim schlimmsten Kater, beim miesesten Wetter. Und das schönste Gefühl ist für uns alle immer noch: die verdiente Dusche nach dem Training.

 

Unsere Produkt Empfehlungen:
        

Hinterlasse einen Kommentar